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2007 25

 

Stair Wars I - The Beginning

Mit dem Bike quer durchs Roadhouse: Was macht man nicht alles, um am Sonntag etwas Leben in die Beiz zu bringen. Warum nicht ein Bikerennen? Das «Roadhouse» beim Luzerner Bahnhof eignet sich mit seinen vier Etagen und den zahlreichen Treppen bestens für den härtesten Bikeevent der Schweiz

Kopfvoran ins Verderben

Gestartet wird in der Whiskey-Bar, 5 Meter über dem Eingang, und gleich die erste Treppe hat es in sich: 12 steile Stufen mit extremer Drehung von 120 Grad. Da braucht es schon einige Kraft und Geschicklichkeit, um heil den Rank zu kriegen. Einige Fahrer probieren es mit eleganten Hüpfern, doch die Ideallinie geht mit Schwung direkt in die Tiefe. Das gelingt nicht immer. Einer fliegt kopfvoran über sein Bike, andere bleiben im grob gepolsterten Geländer hängen. Doch das gehört zum Spass. Rennleiter Ramon von Boardlocal erklärt die Regeln: «5 Sekunden Zuschlag gibts für jedes Abstehen, Umfallen, Abstützen an der Wand sowie für Crashs mit dem Bar-Inventar.» Nach einer kurzen Geraden an der Kafibar vorbei kommt nach einer engen Tür das nächste Verderben: 20 Stufen die Wendeltreppe hinab. «Achtung, hier den Kopf einziehen», warnt Ramon. Helme sind übrigens obligatorisch.

Haarnadeln und Snakebites

Die nächste Hürde ist ein 1-Meter-Sprung in die Tiefe. (Hühner nehmen den «chicken run» als alternative Rampe mit 3 Sekunden Zeitzuschlag.) Dann kommt eine Schlaufe, stägeliuf, stägeliab, und am tiefsten Punkt der Tour eine Runde im Konzertkeller, an der spielenden Live-Band vorbei. Fast ist es geschafft, bis auf die heikle Schlusspassage: eine Haarnadelkurve und gleich anschliessend mit nur 2 Metern Anlauf noch einmal fünf Stufen hoch. Es ist ratsam, die Reifen pickelhart zu pumpen, um ohne «Schlangenbiss» über die scharfen Kanten der Treppen zu kommen. Schon in der ersten halben Stunde des Trainings gab es sieben platte Schläuche. «Draussen schaffe ich locker 20 Stufen, aber hier ists zu langsam», klagt Thomas, der sich am letzten Hindernis die Zähne ausbeisst. Die letzten 10 Stufen zurück zum Eingang fährt dann keiner mehr: Stossen ist hier ohne Zeitstrafe erlaubt.

Gladiatoren auf Rädern

33 Radritter und 2 furchtlose Frauen aus der Zentralschweiz haben sich für das Bar-Rallye eingeschrieben. Silbern und leuchtrot glitzern ihre Helme, und in den Augen schimmern Furcht und Mut durcheinander. Der Gewinn: T-Shirts, Getränke, Schlüsselanhänger sowie Adrenalinstösse à discrétion. Als Hauptgewinn ist zudem ein Dirtjumper-Bike ausgesetzt, doch hauptsächlich geht es hier um den Spass und die Ehre. Hugo ist mit 37 Jahren der Älteste, die jüngsten Teilnehmer sind keine 16 Jahre alt und bringen eine Erlaubnis der Eltern mit. Das Material ist professionell, einige der Bikes kosten bis zu 9000 Franken. Beim Schutz hat jeder seinen Stil: Simon trägt einen Munitionsgurt und Nieten am Arm, Steve fährt in T-Shirt und Shorts, Rolf ist von Kopf bis Fuss mit Schonern zugepanzert. Den Sattel haben ein paar abgeschraubt - herumsitzen kann man auch zu Hause.

übernommen und angepasst aus dem text in der nlz. Original von Claudio Zemp

Die 3 Erstplatzierten gewannen tolle Preise:

  1. Remo Coldebella (Er gewann ein Commencal Bike im Wert von Fr. 1'700.--) gesponsort von boardlocal & Commencal
  2. Thomas Obrist (Er gewann einen Boardlocal-Gutschein im Wert von Fr. 800.--) gesponsort von Heineken
  3. Kevin Fanghänel (Er gewann einen Boardlocal-Gutschein im Wert von Fr. 500.--) gesponsort von Hirschmatt Copy Shop

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